Tabellen 1:
Online-Glossar Velotechnik von Christian Smolik


 

Tabelle: Radfahrer-Luftwiderstände

Faktoren/

Dimension

Normalradler, aufrecht (Hollandrad Rennradler

Zeifahrposition

Triathlet

American Position

Hochauflieger
cw 1,2 0,85 0,82 0,78
A in m² 0,6 0,42 0,39 0,38
Rho in kg/m³ 1,2 1,2 1,2 1,2
v in m/s* 4,17/ 8,33/ 12,5 4,17/ 8,33/ 12,5 4,17/ 8,33/ 12,5 4,17/ 8,33/ 12,5
Fluft in N 7,5/ 30,0/ 67,5 3,72/ 14,9/ 33,5 3,3/ 13,3/ 30,0 3,1/ 12,3/ 27,8

*15/ 30/ 45 km/h entsprechen 4,17/ 8,33/ 12,5 m/sec.

Tabelle: Position und Luftwiderstand

 

 

 

 

 

Tabelle: Aluminium-Gußlegierungen

DIN- Kurzbz. Legierungspartner in % Zugfestigkeit in N/mm² Bruchdehg. in % Bemerkung
Si Mg Mn Cu
G-AlSi12 11-13 - <0,5 - 170-280 1-8 gut gieß-, schweiß- und zerspanbar-
G-AlSi6Cu3 5-8 - 0,2-0,6 2-4 170-280 1-3 sehr gut gieß-, schw.- u.zerspan bar, korrosionsanfanfällig
G-AlSi5Mg 5-6 0,5-0,8 <0,5 - 240-300 1-4 sehr gut gieß-, schw.- u.zerspb., korrosionsbst., aushärtbar
G-AlCu4Ti - - - 4-5 280-330 3-4 mäßig gieß- schweiß- u. aushärtbar, korrosionsanfg., (0,2% Ti)

 

 

 

Tabelle: Aluminium-Knetlegierungen

 

DIN- Kurzbz.

Werkst. Nr.

Leg.partner in % Zugfestigkeit in N/mm² Bruchdehg. in % Bemerkung
Si Mg Mn Cu Zn
AlMg1

5005

- 0,6-1,2 <0,3 - - 90-190 3-20 gut kalt verformbar, schweiß bar, korrosionsbeständi
AlMg5

5056

- 4,0-5,5 <0,6 - - 240-310 3-16 gut schweiß- und zerspanbar, korrosionsbeständig
AlMgSi0,5

6060

0,3-0,7 <0,8 0,3-0,8 - - 180-270 12-16 kalt-u. warm aushärtbar, schweißb., korrosionsbestg.
AlMgSi1

6082

0,6-1,4 0,6-1,6 <1 - - 200-330 9-12 kalt- u. warm aushärtbar, schweißb., korrosionsbestg.
AlCuMg2

2024

- 1,0-2,0 0,3-1,0 4,0-5,0 - 450-500 7-9 kalt aushärtbar, korrosionsanfällig, kaum schweißb.
AlZn4,5Mg1

7020

- 0,5-1,5 <0,6 - 4,0-5,0 420-490 9-16 warm aushärtb., korrosionsbest gut schweißbar, (Schweißnaht härtet selbst.)
AlZnMgCu1,5

7075

<0,5 2,0-2,5 <0,3 1,0-2,0 5,0-6,0 500-550 7-9 warm aushärtbat, korrosionsanfällig, nicht schweißbar
AlZnMgCu/

Titanal

- 2,7 - 1,7 7,2 650 14 wie 7075 (geringer Zusatz von Titan und Zirkon)

 

 

Tabelle:Reibwerte Bremsgummis

Reibwerte naß/trocken bei unterschiedlichen Aluminium-Felgenoberfläche
  preßblank überschliffen eloxiert Keramik
Standard 0,2/0,7 0,22/0,7 0,1/0,75 0,35/0,65
Naßbremsgummi 0,25/0,65 0,25/0,65 0,2/0,7 0,3/0,65
Reibwerte naß/trocken bei verchromten Stahlfelgen
Standard 0,07/0,6
Naßbremsgummi 0,17/0,55

Anmerkung: Die Reibwerte variieren in der Praxis durch die Planparallelität der Felgen/Brems-Flanken zueinander.

 

 

 

Tabelle: Mechanische Werte von Carbon-Bauteilen und Vergleichsmaterialien

Verfahren/Werkstoff Dichte in kg/dm² Zugfestigkeit in N/mm² Elastizitätsmodul in N/mm² Faseranteil in %
Laminieren 1,6 500 150.000 55-65
Wickeln 1,65 1200 400.000 um 70
Wirken 1,5 450 100.000 55-60
Tiefziehen 1,5 500 150.000 60-65
Kurzfasern 1-2 mm 1,3 150 12.000 20
Kurzfasern 1,4 250 22.000 30
Langfasern20-30 mm 1,4 350 100.000 30
Stahl 7,9 1000 210.000  
Aluminium 2,7 450 70.000  
Polyamid 1,2 80 1.000  
Epoxidharz 1,3 120 3.000  

 

 

 

Einbaumaß/Klemmweiten Naben

VORDERRAD Nabentyp Einbaumaß/

Klemmweite

Rennrad/MTB 100 mm
Trommelbremsnaben 100 mm
Sporträder 96 mm
Standardräder 90-92 mm
BMX/Kinderräder* 91-94 mm
* Sonderausführungen 81-82 mm
Hinterrad Rücktrittnaben (ohne Schaltung) 109-110 mm
Zweigang-Naben 112-114 mm
Dreigang-Naben 116-118 mm
Fünfgang-Naben 122 mm
dito + Trommelbremse 126 mm
Siebengang-Nabe 130 mm
12/14-Gang-Nabe 135 mm
fünffach Ritzel 124 mm
sechs/siebenbach Ritzel 126/127 mm
achtfach/neunfach Ritzel 130 mm
dito für Mountainbike 135 mm
Tandem 135-150 mm

 

TABELLE: Minmale Speichenanzahl (für Felgen á 450 Gramm)  

  Fahrergewicht Vorderrad Hinterrad
Kastenfelge Tropfenfelge Kastenfelge Tropfenfelge
Rennrad

Tria-Rad

Mopuntainbike

bis 60 kg 24 20 28 24
bis70 kg 28 24 32 28
bis 80 kg 32 28 36 32
bis 90 kg 32 28 36* 36
über 90 kg 36 32 36* 36
Reiserad mit mehr als 30 kg Gepäck bis 70 kg 36 32 36* 36
über 70 kg 36* 36 40* 40
Tandem zus. bis 140 kg 36* 36 40* 40
zus. über 140 kg 40 36 48 40*

* 3-D-Speichen verwenden

Weitere Speichen-Minimierungen sind nur mit den Extremen-Tropfenfelgen (siehe Kapitel Sonder-Laufräder) oder bei kleinem Laufraddurchmesser sinnvoll.

Weil nun aber spezielle Naben und Felgen mit entsprechend wenigen Speichenlöchern schwer oder gar nicht zu finden sind, besteht die Möglichkeit durch Auslassen von Speichenlöchern in Nabe und Felge ein Laufrad mit geringerer Speichenanzahl einzuspeichen.


 

Tabelle Fahrradgewinde

Bezeich-

nung

Durchm.

in mm

Gewindesteigung in mm Gänge/Zoll Anwendung
2x56 0,454 56 Speichen und Nippel
2,3x56 0,454 56 Speichen und Nippel
2,6x56 0,454 56 Speichen und Nippel
M 3x0,5 0,5 50,8 Schellenbefestigung, Lichtanlage
M 4x0,7 0,7 36,2 Justage Bremse/Schaltung, Schellen
11/64"x32 4,37 0,794 32 Teilweise Befestig. Schalthebel
M 5x0,8 0,8 31,7 Bef. Zubehör/Komponenten, Seilklemmg.
VG 5x36 0,705 32 Ventileinsatz Autoventil
VG 5,2x24 1,058 24 Schaft Dunlop-/Rennventil
M 6x1 1 25,4 Befestig. Zubehör/Komponenten
M 6x0,75 0,75 33,9 Befestig. Kettenrädchen Suntour
VG 6x32 0,794 32 Überwurfmutter Rennventil
M 7x1 1 25,4 Kurbelkeil, Klemmg. Vorbau/Sattel
5/16"x26 7,938 0,977 26 Vollachse Vorderradnabe
VG 8x32 0,794 32 Überwurfmutter Dunl./Auto-Ventil
M 8x0,75 0,75 33,9 Befestigung Kettenblätter
M 8x1 1 25,4 Vordr./Tretlager-Achse, Satt.-Klemmg.
M 8x1,25 1,25 20,3 Klemmung Vorbauschaft/Sattel
M 9x1 1 25,4 Hohlachse Vorderradnabe
9x26 0,977 26 Hohlachse Vorderradnabe/Campagnolo
3/8"x26 9,525 0,977 26 Hinterradachse
10x26 0,977 26 Hohlachse Hinterradnabe/Campagnolo
M 10x1 1 25,4 Hin.-Achse, Befestg. Kurbel/Schaltung
M 10x1,5 1,5 16.9 Seitenständerbef./Pletscherplatte
13/32"x26 10,32 0,977 26 Hinterradachse/Sachs-Nabenschaltung
M 12x1 1 25,4 Kurbelbefest. Trelagerachse
1/2"x20* 12,7 1,27 20 Pedalbefestig. Fauber/USA Gebr.-Rad
M 14x1,25* 1,25 20,3 Pedalbefestigung Frankreich
9/16"x20* 14,3 1,27 20 Pedalbefestigung
18x24** 1,058 24 Trelagerachse/Thompson
M 22x1 1 25,4 Kurbelabzug
22x24** 1,058 24 Tretlagerachse/Fauber
7/8"x24** 22,23 1,058 24 Tretlagerachse/Fauber
23,2x32 0,794 32 Tretlagerachse/Fauber
15/16"x24 23,8 1,058 24 Tretlagerachse/Fauber
M 25x1 1 25,4 Gabelschaft Frankreich
1"x24 25,4 1,058 24 Gabelschaft
M 26x1 1 25,4 Gabelschaft Österreich/Diamant
1 1/8"x24 28,6 1,058 24 Gabelschaft MTB
1 1/4"x24 31,75 1,058 24 Gabelschaft MTB
32,8x24** 1,058 24 Konterung starres Ritzel
1,37"x24^ 34,8 1,058 24 Tretlagerschalen/BSA, Freilauf
M 35x1^ 1 25,4 T-Schalen Fankr./Schweiz, Feilauf Fr.
36x24 1.058 24 Tretlagerschalen Italien
46x24* 1 24 Tretlagerschalen Fauber

* Rechte Seite Rechtsgewinde, linke Seite Linksgewinde

** Linksgewinde

^ Rechte Seite Linksgewinde, linke Seite Rechtsgewinde

Anmerkungen: 1. In einigen Ländern werden die Vollachsen von Naben mit 24

statt 26 Gewindegängen pro Zoll gefertigt

2. In der DIN 79012 werden die zölligen Gewinde mit FG

gekennzeichnet und deren Durchmesser in Millimeter angegeben

Beispiel: FG 7,9 und FG 9,5 für die Gewinde 5/16"x26 und

3/8"x26

3. Wie unter 2. sind die Ventilgewinde in der DIN 7756

angegeben und werden mit VG gekennzeichnet

 

 

 

2. Tabelle Lochkreisdurchmesser/Lochmaß

Modell/Bezeichnung Lochkreisdurch-

messer in mm

Lochmaß

in mm

min. mögliche Zähnezahl
Campa/Bahn 151 88,8 44
Campa alt 144 84,6 41
Campa neu 136 79,9 39
Shimano 130 76,4 38
Stronglight/Edco 122 71,7 36
MTB gr./mitt. Blatt 110 64,7 34
Microdrive gr./mitt. Bl. 95 55,8 32
Edco klein. Blatt 90 52,9 32
SR/Sugino 86 50,5 28
MTB klein.Blatt 74 43,5 24
Microdrive Shim. kl. Bl. 58 34,1 20
Microdrive Sunt. kl. Bl. 56 32,9 20

Da von den Produzenten mal das Lochmaß, mal der Lochkreisdurchmesser angegeben wird, hier die Umrechnungsfaktoren:

Lm = Ld x 0,588 (Lm steht für Lochmaß)

Ld = Lm x 1,701 (Ld steht für Lochkreisdurchmesser)

 

Tabelle: Lenkermaße & -gewichte

 

Lenkertyp Material Außendurchmesser in mm Lenkerbreite in mm Gewicht in Gramm
L.-mitte L.-ende
Standard Stahl 25,2-25,5 22 450-570 550-800
MTB Alu/Titan/Carbon 22-25,4* 22 500-700 100-450
Renn/Carbon Stahl/Alu 26-26,4 23,8-24 380-440 180-600
Hörnchen Alu/Carb. 26-26,4 23,8-24 400-440 180-300
Tria Alu 23,8-24 23,8-24 150-400 220-800
Obree Alu 26-26,4 23,8-24 300-350 150-250
BMX Stahl/Alu 25,2-25,5 22 550-740 450-950
Büffel Alu 26-26,4 23,8-24 400-450 350-450

 

Tabelle: Hartlote im Metall- und Fahrradbau

 

Bezeichnung Leg.Best Teile in % Arbeits-temp. in°C Dichte

in kg/dm³

Geeignet für/Bemerkung
L-MS 60 59-62 Cu 37-40 Zn 900 8,4 Stahl, Nickel, Kupfer; mittlere Festigkeit
L-SoMs 56-62 Cu 1,5Ni

1,0 Ag 34-40 Zn

900 8,4 Stahl, Nickel, Kupfer; höhere Festigkeit
L-MS 54 53-55 Cu45-47 Zn 890 8,3 Stahl, Kuoferleg.; mitt- lere Festigkeit
L-Ns 46-50 Cu8-11 Ni 38-54 Zn 910 8,7 Stahl, Nickel; hohe Festigkeit
L-Ag 40 Cd 40Ag 19Cu 21Zn 20Cd 610 9,3 Stahl, Edelstahl, Nickel, Cu-Leg.; mitt. Fest.
L-Ag 55 Sn 56Ag 22Cu 17Zn 5Sn 650 9,5 ähnlich L-Ag 40 Cd, abercadmiumfrei
L-Ag 49 49Ag 16Cu 23Zn 7Mn 4,5 Ni 690 8,9 Hartmetalle, CroMo-Stähle, hohe Festigkeit

>>N 33<<

 

Tabelle: Sinnvolle Nachlaufmaße

Fahrradtyp Steuerrohr-

neigung in °

Gabelvorbie-

gung inmm

Nachlauf

in mm

Rennrad 72,5 - 74 40 - 55 50 - 60
Tria-Rad 71,5 - 73 35 - 50 55 - 65
MTB 70,5 - 72, 5 40 - 55 65 - 75
Reiserad 71,5 - 74 40 - 60 50 - 65
Gebrauchsrad 70,5 - 72,5 55 - 65 55 - 65

 

 

 

 

 

Not-repara-turen

Notreparaturen dienen unterwegs dem Zweck, den zweirädrigen Untersatz wieder fahrbereit zu bekommen um eine nahegelegene Werkstatt anzulaufen bzw. sich bis zum nächsten Etappenziel durchzumogeln, ohne das Fahrrad schieben oder gar tragen zu müssen.

Natürlich sollte der Pedaleur nach einem Notbehelf seine Fahrweise den Umständen anpassen und den noch zu bewältigenden Weg mit äußerster Vorsicht zurücklegen. Wurde beispielsweise die Gabel oder das Vorderrad notrepariert, so ist die Sitzposition weiter nach hinten zu verlagern, bei Maßnahmen am hinteren Radbereich heißt es, das Gewicht entsprechend weit nach vorn zu bringen. Ein Sturzrisiko ist trotzdem nicht auszuschließen, der Fahrer handelt also auf eigene Verantwortung und Gefahr.

In der untenstehenden Tabelle sind alphabetisch geordnet erprobte Behelfmaßnahmen aufgeführt. Und sollte - wie so oft im Leben - Ihr spezieller Fall ganz anders liegen, hoffen wir, mit unseren Beispielen Ihre Kreativität und Phantasie soweit beflügelt zu haben, eigene Lösungsansätze zu finden...

Defekt/Problem

Ursache

Notbehelf

Vorbeugung
Acht in Laufrad Sturz/Einspuren

in Straßenbahn-schienen

Laufrad ausbauen/mit Achse auf Stein legen/hochstehende Ränder

der Acht kräftig nach unten drücken/Rad umdrehen/mit Gegenseite

dito verfahren/Laufrad nachzentrieren/Sitz-Position weiter nach hin-

ten verlagern

Auf steifere Felgen

(Tropfenfelgen)

umrüsten

Ausfallenden-

Schaltungsauge verbogen

Sturz/Stock in

Schaltung/Schal-

tung in Speichen

geraten

Ein Achsende eines Vorder-/Hinterrades fest in Schaltungs-

auge (Schnellspanner/Achsmutter) fixieren. Auge mit Vorder-/Hinter-

rad als Hebel vorsichtig zurückbiegen, bis ringsum gleichmäßiger Abstand zwischen den Rädern besteht (1)

Schaltungsschutz-

käfig montieren

Ausfallenden-

Schaltungsauge

gebrochen

Stock in Schal-

tung/Schaltung in

Speichen geraten

1. Schaltungsadapter montieren (2).

2. Mit "kurzer Kette" weiterfahren. Dazu: Kette öffnen, auf "Ar-

beitsgang" (z.B. 52/18 oder 42/15) legen und entsprechend kür-

zen. Kette darf max. 5 mm durchhängen/ggfs. Längenkorrektur

durch Hinterrad im Ausfallende vornehmen.

Schaltungsschutz-

käfig montieren/

Schaltungsadapter

mitführen

Bowden-Innenzug

gerissen

Verschleiß;

Schmierstoff-

mangel

Ein einzelnes Drähtchen vom Innenzug loszwirbeln/25 mm von Riß-

stelle entfernt beide Zugenden um 180 Grad scharf abwinkeln und

miteinander verhaken/einzelnes Drähtchen stramm um gesamte

Flickstelle wickeln*/Bremse u. Schaltung neu einstellen

Ersatzzüge mit-

führen

Elektolüsterklemme

mitführen

Freilauf ratscht

durch

Sperrklinken

gebrochen

Größtes Ritzel mit Draht/Ersatzbowdenzug in Hinterradspeichen

verflechten/Schaltung weiter benutzen, jedoch wie beim "starren"

Gang ständig mittreten (3)

Umrüsten auf hoch-

wertigere Produkte

Gabel nach hinten

verbogen

Sturz/Auffahrun-

fall

Vorderrad ausbauen/auf Boden liegend Füße am Tretlagergehäuse

abstützen und Gabel kräftig vorziehen/vorsichtig weiterfahren (weit

nach hinten setzen), da Gabelbruchgefahr (4)

Defensive Fahrweise
Gepäckträgerbein

gebrochen

Materialermüdung Bruchstelle mit 6-fach umwickelten Streifen Dosenblech "schienen"/

Blechlagen durch Kabelbinder- Rohrschellen- Isolierband fest

aufeinander pressen*

Umrüsten auf hoch-

wertige Produkte

Kette gerissen/kein Nieter dabei Schaltwechsel

unter Tretlast/

Ketter unsauber

vernietet

1. Kettenlaschen nicht verbogen: Kette wieder zusammenfügen/

Nietstelle auf Stein legen/Niet mit zweitem Stein eintreiben.

2. Kettenlaschen an Bruchstelle verbogen: Verbogene Laschen

ausnieten/M 5-Mutter unterlegen/gekürzten Nagel/3 mm Innen-

sechskant-Schlüssel als Treiber benutzen/Kette mit gleichen

Utensilien zusammennieten/ohne Tretlast schalten (5)

Kette mit Reparatur-

niet von Schimano

oder mit Rohloff-

Revolver vernieten

Seite...

Kettenschloß-Feder-

spange verloren

Spange gegen

Kettendrehrichtung

montiert

Außenlasche gegen Abspringen sichern, indem dünner Draht oder

Büroklammer um Einkerbung der Nietstifte gewickelt wird

Geschloss. Spangen-

ende in Drehrichtung

montieren

Kettenschloß ganz

verloren

Spange gegen

Kettendrehrichtung

montiert

Mittels mehrfacher Drahtschlaufen durch Hülsen der Kettenenden

ein Not-Außenlaschenglied herstellen/Gliedlänge zunächst etwas kürzer halten und per dosiertem Pedaldruck auf normale Glied-

länge dehnen/mit geringer Tretlast weiterfahren; bergauf schieben

Geschloss. Spangen-

ende in Drehrichtung

montieren/Ersatz-

schloß mitführen

Kein Abzieher

dabei

erforderlicher Kur-

bel-/Lagerwechsel

Kurbelschraube lösen/Pedal des Fahrrades ganz nach unten stellen und an Wand/Baum lehnen/ein Stück Holz in Achsnähe auf Kurbel-

stern halten, kräftig mit Hammer/Stein auf Holz schlagen (6)

Abzieher mitnehmen /Integrierten Kurbelab-zieher mont. seite...
Defekt/Problem

Ursache

Notbehelf

Vorbeugung
Lenkerbruch Sturz/Unfall/

"ermüdeter" Leicht-

lenker

Gebrochenes Rohr innen mit Stock, außen mit 6 Lagen Dosenblech

"schienen"/Blechlagen mittels Kabelbinder – Rohrschellen – Isolier-

band fest aufeinander pressen/besonders vorsichtig weiterfahren –

eine Hand auf Vorbau abstützen* (7)

Leichtlenker halbjährl.

austauschen/

defensive Fahrweise

Rahmenbruch Sturz/Unfall Gebrochenes Rohr innen mit Stock, außen mit 6 Lagen Dosenblech

"schienen"/Blechlagen mittels Kabelbinder – Rohrschellen – Isolier-

band fest aufeinander pressen/besonders vorsichtig und mit

geringer Tretlast weiterfahren – Wiegetritt vermeiden*

Defensive Fahrweise/

Umsteigen auf hoch-

wertige Produkte

Reifendraht

ausgerissen

Zu hoher Reifen-

druck/gratiges

Felgenhorn/

Beschädigung

beim Reifen-

wechsel

Reifen 5 cm über Schadensbereich hinaus gründlich säubern und

überschmirgeln – entsprechenden Flicken aus Leinen/Baumwolle

oder Ersatzschlauch zurechtschneiden und doppelt nehmen/Reifen

und Flicken mit Gummilösung (Kontaktkleber) einstreichen und ab-lüften lassen/Flicken zunächst innen fest andrücken, dann stramm

um Reifenkante ziehen und außen fest andrücken/max. 2,5 bar Reifendruck einfüllen/notreparierten Reifen auf Hinterrad fahren,

auf Vorderrad besteht bei "Reifenknaller" akute Sturzgefahr (8)

Reifendruckangabe

nicht überschreiten/

Kunststoffreifen-

Heber verwenden/

faltbare Ersatzdecke mitführen

Riß/Schnitt in

Reifendecke

Zu hoher Reifen-

druck/Glasscher-

ben auf Fahrbahn

Mehrfach gefalteten Leinen-/Baumwoll-Lappen/alter Reifenabschnitt (zur Not:ein Geldschein!!!) zwischen Schlauch und schadhafter Reifenstelle einlegen/max. 3 – 4 bar Reifendruck einfüllen (9) Faltbare Ersatzdecke

mitführen

Sattelstütze

gebrochen

Sturz/Unfall/

Materialermüdung

1. Verfahren wie bei Rahmenbruch.

2. Lappen unterlegen/Sattel mit Kabelbinder auf Oberrohr be-

festigen.

Auf hochwertige

Produkte umrüsten

Schaltzug

gerissen

Verschleiß/

Schmierstoff-

mangel

1. Schaltzug wie unter Bowdenzug notreparieren.

2. Schaltwerk/Umwerfer mittels "H"- oder "L"-Einstellschraube

auf Arbeitsgang (z.B. 52/18 oder 42/15) einstellen.

3. Arbeitsgang mittels in das Paralellogramm von Schaltwerk oder

Umwerfer geklemmten Steines/Stockes einstellen (10)

Ersatzzug mitführen/

Elektrolüsterklemme

mitführen

Schlauch geplatzt Riß in Reifendecke/

Reifen abgesprun-

gen

Schlauch an Rißstelle durchschneiden/Schlauchenden fest

miteinander verknoten/Schlauch wieder einlegen und max. 2,5 bar

Reifendruck einfüllen/Schlauch auf Hinterrad fahren; auf Vorderrad

besteht bei erneutem Defekt akute Sturzgefahr (11)

Ersatzschlauch

mitführen

Speichenbruch Materialermüdung/

unruhige oder rüde

Fahrweise

Speichenenden scharf um 180 Grad abwinkeln/Längenausgleich

durch mehrfach um Speichenhaken gewickelten Draht durchführen/

Speichen nachzentrieren; ist Ersatzspeiche zu lang: Speiche durch

scharfe Zick-Zack-Biegungen quasi verkürzen

Ersatzspeichen

(Kopflose "Z"-Spei-

che für Zahnkranz-

seite) mitführen

       

* Die Festigkeit von Notverbindungen kann durch Einstreichen der Hilfsmittel mit Zweikomponenten-Kleber erheblich gesteigert werden.

Tips zur Vorbeugung:

Rüsten Sie sich für unvorhersehbare Defekte mit speziellen Mini-Werkzeugen aus. Empfehlenswert sind dabei Multifunktions-Werkzeuge mit Kettennieter, wie sie unter anderem von Minoura, Park Tool oder mit dem McGuyver im Fahrradfachhandel angeboten werden.

An eingetrockneter Gummilösung scheiterte bereits häufig der Versuch einen Reifen zu flicken. Vorbeugend sollten Sie deshalb entweder stets eine noch ungeöffnete Tube Gummilösung oder den selbstklebenden "Trockenflicker" von Park Tool mitführen.

Speichendefekten können Sie durch das Umrüsten auf eine möglichst steife, sprich voluminöse Felge entgegenwirken. Praktisch erfüllen sämtliche Tropfenfelgen mit einem Gewicht von mehr als 450 Gramm diese Vorgaben. Weiterhin sollten Radfahrer mit einem Körpergewicht von über 90 Kilogramm die Hinterradspeichen profilaktisch alle 5.000 Kilometer austauschen - am Vorderrad sollte der Wechsel nach ca. 15.000 Kilometern erfolgen.

 

 


 

Copyright und redaktionelle Inhalte:
Dipl.Ing.FH
Christian Smolik 24.05.2000
technische Umsetzung:
Dipl.Ing.FH
Jörg Bucher zuletzt am 24.05.2000